Die Bibliothek im Unnaer Zentrum für Information und Bildung: Aus einem der Fenster dort ist ein kleines Kind gestürzt. Aus welchem, dazu will sich die Stadt nicht äußern. Zumindest im Rat allerdings gab der Bürgermeister nun an, dass die Fallhöhe wohl „nur“ zwei bis drei Meter betragen habe.

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Fenstersturz im ZIB: Bürgermeister hat sich „nichts vorzuwerfen“

dzUnfälle

Nach dem schweren Unfall eines kleinen Kindes in der Stadtbibliothek hat sich erstmals der Bürgermeister dazu geäußert. Er betont, dass die Stadtverwaltung sich nichts vorzuwerfen habe.

Unna

, 05.11.2021, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Nachdem die Stadtverwaltung viele Presseanfragen zum Unfallhergang im ZIB offen gelassen hatte, griff Bürgermeister Dirk Wigant (CDU) das Unglück in der Bibliothek nun mit einer kurzen Mitteilung im Stadtrat auf.

Wigant gab bekannt, dass es dem Kind inzwischen wieder so gut gehe, dass es den Kindergarten besuchen könne. Zum Hergang des Unfalls erklärte er lediglich, dass die Fallhöhe offenbar doch nur zwei bis drei Meter betragen habe. „Wir haben uns nichts vorzuwerfen“, betonte Wigant zudem.

Ob letzteres zutrifft, prüft nun allerdings die Polizei. Sie war erst durch Recherchen unserer Zeitung auf den Vorfall aufmerksam geworden. Eine Information durch die Rettungsleitstelle war in diesem Fall ausgeblieben und die Stadt hatte eine Meldung zunächst nicht für erforderlich gehalten.

Wann die Leitstelle des Kreises die Polizei alarmiert, ist nicht klar geregelt. Es gebe dafür keine Verordnungen oder Dienstanweisungen, hieß es nun vom Kreis. Bei Verkehrs- oder Arbeitsunfällen, Wohnungsbränden und Fällen von Körperverletzungen sei es zumindest üblich, dass die Disponenten in der Leitstelle mit den Rettungskräften auch die Polizei verständigen. Bisweilen aber gebe es auch Grauzonen und Ermessenräume, in denen die Disponenten Entscheidungen treffen müssen.

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